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2007 1Der Ausflug der Freitags-Turnergruppe führte dieses Jahr vom 26.07. bis 28.07.2007 auf einem Teil des Eselswegs durch den Spessart.

Der Eselsweg ist ein alter Weg, den früher die Salzkarawanen mit dem Salz der Salinen aus Orb und Fulda gingen. Das Salz wurde auf Eseln bis nach Miltenberg getragen, wo es dann verschifft wurde. Der Eselsweg wurde zum Schutz vor den Spessarträubern und vor den feuchten Tälern auf den Kammhöhen des Spessarts angelegt.

Die zwischen 20 und 25 km langen Wanderrouten und Tagesetappen wurden von unserem Tourführer rechtzeitig abgesteckt und der Gruppe vorgestellt.

 

So fuhren wir am ersten Tag zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz „Kleiner Sommerweiher“ bei Mosborn. Von hier aus ging es nach Einnahme einer kleinen Stärkung hochmotiviert und gut bepackt auf die Strecke, vorbei an dem Naturdenkmal „Drei Buchen“. Im weiteren Verlauf kamen wir für eine kleine Wegstrecke aus dem Wald heraus und konnten einen herrlichen Blick auf Flörsbach genießen, da ansonsten ein großer Teil des Eselswegs durch bewaldete Wege führt. Zwischendurch erfolgte immer wieder mal ein kritischer Blick auf die Karte und der Abgleich mit dem GPS zur Sicherstellung des richtigen Weges. Richtig heiß und sonnig wurde es beim Aufstieg zum Dreimärker, einem dreiseitigen Grenzstein, der einst die Gebietsgrenzen durch das Mainzer Rad, dem Wappen des Grafen von Rieneck und dem Hanauer Wappen definierte. Der herrliche Ausblick von hier und die schattige, kühle Lage wurde spontan für eine kleine Rast genutzt.

2007-2Weiter ging es hinunter nach Lettgenbrunn im Jossgrund und dem folgenden Aufstieg zur „Bismarckeiche“, vorbei an Flora und Fauna. Der Aufstieg erfolgte teilweise auf sehr schwierigem Terrain, jedoch die angekündigte Mittagspause an der Hütte „Bismarckeiche“ hielt uns alle bei Laune. Das Vesper wurde ausgepackt, der Mittagstisch angerichtet und die verbrauchte Energie wieder nachgefüllt. In der „Spessarträuberhütte“ beim Abstieg nach Mernes, dann noch einmal ein letztes Verschnaufen, bevor wir nun endlich das Etappenziel erreichten.

Ein erster Blick auf die „Biergarteninsel“ verriet die sehr gute Lage des Hotels. Das Lager wurde dann auch sofort aufgebaut, das herrliche Wetter und das gute Essen taten ein Übriges, so dass es ein gemütlicher Abend im Biergarten wurde.

2007-3Erholt von den Strapazen des ersten Tages ging es am zweiten Tag guten Mutes wieder auf den Eselsweg.

 

2007-4Was uns jetzt erwartete, hätten wir im Traum nicht gedacht. Von den Waldarbeiten tiefe, ausgefahrene Schlepperspuren zwangen uns einen Weg parallel durch den Wald zu nehmen. Es ging über Stock und Stein, so dass wir schon dachten, wir sind hier wohl im falschen Film.

2007-5Nachdem das überstanden war suchten wir auf einem Turm erst mal wieder den Überblick zu gewinnen. Ein Rastplatz nahe der „Bellinger Warte“ war ideal für die anstehende Rast. Ankommen und Vesper auspacken war also eins, so dass der Mittagstisch schnell angerichtet war.

Die Mannschaft stärkte sich um die verbrauchten Energiereserven wieder aufzufrischen. Die ersten Müdigkeitserscheinungen wurden kompensiert, bis aus dem Schläfer-Stündchen ein Schäfer-Stündchen wurde. Ein zufällig des Weges mir seiner Herde vorbeikommender Schäfer, sorgte mit allerlei Plaudereien aus dem Nähkästchen für entspannte und gewitzte Unterhaltung.

 

2007-8Nach dieser kleinen Abwechslung ging es weiter, um unserem nächsten Etappenziel Schlüchtern wieder ein Stück näher zu kommen, was letztendlich auch gelang.

Von hier aus war geplant, mit dem Zug nach Gelnhausen zu fahren. Bis zur Abfahrt des Zuges suchten wir in einem italienischen Eiskaffee zuflucht und gönnten uns noch ein paar Eisbecher, so dass wir fast noch den Zug verpassten. Der hatte dann aber sogar noch Verspätung.

In Gelnhausen angekommen, bezogen wir unsere Herberge und die Nimmermüden machten noch gleich eine kleine Stadt- und Kirchenbesichtigung.

Zum Abendessen standen einige angenehme Lokale mit Biergarten um den Marktplatz zur Auswahl. Leckeres wurde serviert und vereinnahmt. Was so gut begann, wurde Später, zu kühler und fortgeschrittener Stunde, als „In-Haus-Seminar“ weitergeführt.

 


2007-9Der dritte Tag zeigte sich anfangs noch recht optimistisch, später dann aber von der wettertechnisch schlechteren Seite . Als Rückweg, führte er zunächst von Gelnhausen über Eidengesäß, wo man zwischendurch die Regenbekleidung anlegte.
Man ließ sich davon aber nicht entmutigen und wanderte weiter auf den Grenzweg von Hessen und Bayern dem Ziel entgegen. Auch der Appetit für den kleinen Hunger zwischendurch kam nicht zu kurz, bis es zu einer größeren Rast in einer Schutzhütte reichte.
Ein Abstecher durch das Hochmoor Wiesbütt verfeinerte den Weg bis man schließlich wieder zurück am Ausgangspunkt, dem Parkplatz in Mosborn ankam, um von hier aus die Rückfahrt „anzutreten“.

 

 

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