Suche

Anmelden



"Die Hütte" als Basislager für Wanderungen

Die Freitags-Männerturnergruppe des SVK war zum Jahresausflug 2009, wie schon einige Male zuvor, in der "Skivereinshütte des Skiklubs Welfen-Weingarten in Dünserberg", kurz "Schnetzerhütte" oder für uns „Die Hütte“ (Link am Ende des Berichts) auf ca. 1300m Höhe im Vorarlberg.

2009 Foto HuetteDie erste Gruppe fuhr schon frühzeitig los, um die entsprechend erforderlichen Vorbereitungen für den Hüttenaufenthalt am Dünserberg durchzuführen. Des Weiteren wurde für die kommenden Tage der Wanderproviant aus heimischen Käsereien und Lebensmittelläden eingedeckt.
Die zweite Gruppe erreichte kurz nach Mittag die Hütte, während die erste Gruppe schon zum Abmarsch auf den 1985m hohen Hausberg „Hochgerach“ bereit stand und nach der Begrüßung auch den Aufstieg begann.
Zum Warm-Up begnügte sich die zweite Gruppe mit dem Aufstieg auf das 1852m Hohe „Rappenköpfle“, mit einer wunderschönen Aussicht über die Bergwelt des Vorarlberg, auch der Bodensee war in der Ferne schon sehr gut zu erkennen. Eine kurze Rast auf dem Gipfel und der obligatorische Eintrag ins Gipfelbuch folgten. Dann begann der Abstieg, um wieder rechtzeitig zum Empfang der restlichen Turnerkameraden an der Hütte zu sein. Als dann nun alle eingetroffen waren,

wurde ein Fass aufgemacht und die Kopfkissen verteilt. Der Abend wurde bis zum Einbruch der Dämmerung noch vor der Hütte verbracht, bis man sich zum Abendessen und zum Ausklingen des ersten Tages in die Hütte begab.

2009-FreschenhausFür den zweiten Tag wurden noch einmal Wanderungen in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchgeführt. Die Verpflegung für den Tag wurde gerichtet und auf die Teilnehmer verteilt.
Die erste Gruppe hatte den Hohen Freschen als Ziel. Die Anfahrt wurde zu einem Parkplatz unterhalb des Furkajochs vorgenommen, um die erste Etappe über Alt-Gerachalpe (1664m) und Gäviser Höhe (1788m) zu erwandern. Leider hat das Anfangs schöne Wetter umgeschlagen und wir wanderten auf den Höhen im Nebel, so, dass an eine Aussicht oder gar Fernsicht nicht zu denken war. Nach der Passage des Matonajöchle und der Durchwanderung des alpinen Kräutergartens tauchte schließlich das Freschenhaus (1840m) in dichtem Nebel auf. Wir beschlossen bei der Vereinnahmung einer warmen Suppe den geplanten Aufstieg auf den Hohen Freschen hier abzubrechen, da zunächst keine Hoffnung auf Wetterbesserung bestand. Der Abstieg erfolgte zunächst über die Untere Saluveralpe. Dann am Nachmittag verschwand der Nebel und das Wetter lud noch zu einer kleinen Rast auf der Strecke ein, wo die mitgebrachten Leckereien verspeist wurden. Dann erfolgte der weitere Abstieg über steile Pfade der Garnitzaalpe und entlang dem Garnitzabach bis zum Parkplatz, um dann nach einem kurzen Erfrischungstrunk in einem Gasthaus die Rückfahrt anzutreten.
Die zweite Gruppe fuhr recht frühzeitig mit dem PKW auf den Parkplatz des Furkajoch um von hier aus auf dem Walserkamm entlang zu wandern. Der Einstieg erfolgte über die Löffelspitze (1962m), weiter über die Mutabellaspitze (1933m) und Gerenspitze (1871m). Auch diese Gruppe wurde nun vom Nebel überrascht und der Blick auf das GPS und die Karte zum Vergleich mit der noch sichtbaren Umgebung zur Orientierung war häufiger erforderlich. Die Kammhöhe musste in einzelnen kleinen Teilstrecken verlassen werden, um kein unnötiges Risiko einzugehen. In der Mittagspause wurde der Proviant verzehrt um genügend Energie für den Rest der Strecke über Tälispitze (2000m), Kuhspitze (1964m) und Hochgerach bis zum Gerach-Haus zur Aufnahme der bereits vielfach zitierten Käsespätzle zu haben.
Zum Ausklang des zweiten Tages wurden die Erlebnisse des Tages in der Abendsonne vor der Hütte diskutiert und später in der Hütte mit einem „Freestyle-Schafkopf“ zum Abschluss gebracht.

2009-MurenblickDer dritte Tag war zur gemeinsamen Wanderung auf den Tschengla mit den mystischen Steinkreisen und zu Europas größtem Murenabgang am Schesa Murbruch vorgesehen.
Wieder wurde vor Abfahrt die Küche auf Vordermann gebracht und der Tagesproviant gerichtet und verteilt. Mit den Pkws fuhren wir zum Startpunkt über Bludenz nach Bürserberg. Die Pkws wurden auf einem großen Parkplatz abgestellt und das Marschgepäck aufgenommen. Der erste steile Anstieg über Fürkeleweg führte über einen kleinen Abstecher zum Mottakopf mit 1221m, von hier war unter anderem ein guter Blick in das Große Walsertal, Klostertal und über Bludenz hinweg auf den Dünserberg möglich. Der weitere Weg führte uns Richtung Ronaalpe, vorbei an den neolithischen Steinkreisen, weiter auf die Ronaalpe um hier das Mittagessen und hausgemachte isotonische Getränke auf der „Sennerei Alpe Rona“ einzunehmen. Nach der Rast ging es weiter Richtung Burtschaalpe, als schon sehr bald die ersten Blicke auf die gewaltigen Murenabgänge des Schesatobel möglich waren. Seit 1804 gab es hier immer wieder Murenabgänge, die zu diesen gewaltigen Geländeveränderungen führten. Ein Abstieg an die Bruchkante der Mure zeigte erst richtig das Ausmaß der Zerstörung, welche die Erdmassen die  den Berg hinab rutschten, verursachten. Nachdem wir den höchsten Punkt an dem Murenabgang erreicht hatten, legten wir eine kleine Rast in der Nähe der Tschenglahütte zur Regenerierung ein. Der Rückweg ging entlang der südlichen Murenkante, wo immer wieder fantastische Einblicke auf das Gebiet der Mure möglich waren. Über teilweise sehr steile Trampelpfade, vorbei am Gaschierakopf, erreichten wir schließlich wieder den Parkplatz. Auf der Rückfahrt zur Hütte nahmen wir in einem Gasthof an der Strecke noch das Abendessen ein und dann ging es weiter in die Hütte, um den Abend noch in geselliger Runde zum Ausklang zu bringen.

2009-Abstieg PfaelzerhuetteAm vierten Tag war die Wanderung auf die Pfälzer Hütte geplant. Bis zum Ausgangspunkt der Wanderung mussten wir mit den Pkws nach Malbun/Lichtenstein fahren. Vom Parkplatz aus ging es an den Lift um mit diesem den ersten „Anstieg“ auf 2003m zu bewältigen. Von hier aus ging es über das „Sareiser Joch“ und den 2359m hohen „Augstenberg“ weiter zur Pfälzer Hütte am Bettlerjoch mit 2108m. Der Wettergott zeigte sich von seiner besten Seite und es waren auf der gesamten Strecke die herrlichsten Blicke in die umliegende Bergwelt möglich. Nach dem Mittagessen auf der Pfälzer Hütte wollte ein Teil der Gruppe noch den 2570m hohen „Naafkopf“ bezwingen um den sportlichen Ehrgeiz noch etwas stärker zu betonen. Der Abstieg erfolgte von der Pfälzer Hütte aus über den Bergsattel zwischen „Hubel“ und „Nospitz“, einem steilen und anstrengendenTrampelpfad hinab nach Malbun. Als erstes wurde ein Restaurant aufgesucht um mit frischen Getränken die Flüssigkeitsverluste wieder auszugleichen. Die Rückfahrt zum Dünserberg war auch in diesem Fall noch mit einer kleinen Unterbrechung zur Vereinnahmung der Abendmahlzeit und zum Käseeinkauf unterbrochen, bevor der Abend auf der Hütte zum Ausklang des Turnerausfluges eingeläutet werden konnte.

 

2009-Gruppenfoto Huette

Der fünfte Tag war der Tag der Rückreise. Nach dem Frühstück machten wir uns alle an das Aufräumen und Reinigen der Hütte. Die Koffer wurden gepackt und verladen. Die Checkliste der Hütte wurde noch abgearbeitet um den geforderten Übergabezustand für nachfolgende Hüttengäste sicherzustellen. Vor der Abfahrt noch ein letzter Blick auf die Bergwelt des Dünserberg zur Erinnerung an die Tage in der „Hütte“ und dann ging es auf die Heimreise, ein „letztes“ mal die Serpentinen hinunter und zurück in die Heimat. Zum eigentlichen Abschluss trafen wir uns noch einmal in „Athen“ um die schönen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok