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Gruppenfoto auf der Frauenkirche2010 war das Elbsandsteingebirge das Ziel der Turnergruppe

Der Jahresausflug der Freitags-Turnergruppe führte in diesem Jahr über einen Abstecher nach Dresden weiter in die Sächsische Schweiz und dem Elbsandsteingebirge.

Während ein Teil der Turner schon am Mittwochabend anreiste und einen Abendbummel mit einer Übernachtung in Dresden bevorzugte, reiste der Rest der Gruppe am Donnerstag frühmorgens an. Als Treffpunkt wurde ein Parkplatz in der Reitbahnstraße am Übernachtungshotel ausgemacht. Auch die Frühanreisenden, Start gegen 4 Uhr, sind rechtzeitig eingetroffen, so dass wir Pünktlich um 09:00 Uhr zur ersten gemeinsamen Aktion Richtung

Stadtzentrum aufbrechen konnten.

Nach dem Kauf der Tickets für eine Führung durch den Zwinger und einem Teil der dresdner Altstadt mit anschließender Stadtrundfahrt wurde der Treffpunkt vor dem Kronentor aufgesucht. Die Fremdenführerin, eine waschechte Sächsin, führte uns durch den Zwinger, wo sie entsprechende Erklärungen über die Entstehung und Verwendung sowie diverser Wiederaufbaumaßnahmen nach der Wende mit heiterer Klarheit vortrug. Vorbei an der Semperoper, Hofkirche und Brühlsche Terrasse ging es weiter zur Augustusstrasse, wo der 102m lange „Fürstenzug“ als Ahnengalerie des Fürstenhauses der Wettiner (1123 bis 1904) zu bewundern war.
Die Besichtigung der Frauenkirche, inklusive Aufstieg zur Kuppel über Eingang „G“ wie „Gubbelufschdiech“ (Kuppelaufstieg), erfolgte nach Vereinnahmung einer kleinen Erfrischung. Eine herrliche Aussicht und ein schöner Überblick über Dresden bis ins Elbsandsteingebirge, unserem nächsten Ziel, belohnte unseren mühevollen Aufstieg.
Danach ging es weiter, vorbei am italienischen Dörfchen zu den Elbterrassen, zur Haltestelle der Stadtrundfahrt. Die sollte uns in der Kürze der Zeit noch einen Überblick über die restlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt Dresden geben, denn an einem Tag ist Dresden leider nicht zu bewältigen.
Nach der Stadtrundfahrt fuhren wir mit unseren Autos weiter in das Elbsandsteingebirge um unser Quartier, ein Hotel in Königstein–Ebenheit unterhalb des Tafelberges „Lilienstein“, für die weiteren Aktivitäten zu beziehen. Beim abendlichen Dinner konnte mit den sehr freundlichen und sachkundigen Gastgebern noch eine Feinabstimmung der geplanten Touren der nächsten Tage vorgenommen werden.

 

An den folgenden beiden Wandertagen war der Regen ein ständiger Begleiter auf unseren Wanderungen.Felsformation bei der Bastei
Am Morgen des ersten Wandertages wurden die persönlichen Schutzausrüstungen in Form von Multifunktionshalstüchern der Firma Ansmann und Baseballcaps der Firma ebm-papst verteilt. Ein herzliches Dankeschön von hier aus noch einmal an die Spender.
Danach ging es ca. 100 Meter hinunter nach Halbestadt zu einer Fähre über die Elbe und dann zum Bahnhof Königstein und mit dem Zug bis nach Pötzscha, dem Haltepunkt der Stadt Wehlen. Auch hier wurde wieder mit der Personenfähre auf die andere Seite der Elbe, nach Wehlen gewechselt.
Anschließend erfolgte der Aufstieg über den Wehlener Grund vorbei an vielen unterschiedlichen und interessanten Felsformationen, entlang des Malerwegs mit einem kurzen Abzweig durch den Uttewalder Grund zum „Felsentor“ und wieder zurück zum Freundschaftsstein. Der weitere Weg führte über den „Höllengrund“ zum „Steinernen Tisch“. Nach unserem Eintreffen im dortigen kleinen aber gemütlichen Wald-Lokal konnten dann die am Vorabend bestellten Thüringer Bratwürste, von Gastwirtin „Jana“ schnellstens gegrillt, genossen werden.
Frisch gestärkt und erholt folgten wir weiter dem „Malerweg“ bis zur Bastei. Die Felsenformation „Bastei“, ein touristischer Höhepunkt mit einem wunderbaren Postkarten-Blick auf die Elbe, war entsprechend stark von Touristen besucht. Allerdings ist hier die Anreise mit Pkw oder Bus möglich, was wohl die meisten Anwesenden in Anspruch nahmen. Dem Malerweg weiter folgend, traten wir den Abstieg nach Rathen an.
Von Rathen wanderten wir entlang der Elbe bis zu einem felsigen Anstieg über den Lottersteig zum Lilienstein. Nach der anstrengenden Wanderung wurde dann trotz des Dauerregens die vorgesehene Route geändert und der Aufstieg auf den ca. 415m hohen Lilienstein in Angriff genommen. Die Aussicht war auch hier trotz der Regenwolken noch überwältigend. Unser Übernachtungsquartier, Panoramahotel Lilienstein in Sichtweite der Felsformation Lilienstein, war nach einem steilen Felsabstieg schnell erreicht.
Den Abend verbrachten wir beigutem Essen in gemütlicher Runde im Hotel und konnten uns so von den Aktivitäten des Tages erholen.

 

Aufzug nach Neu SchandauAm Samstagmorgen war die Überfahrt mit der Fähre auf die andere Elbe-Seite zum Bahnhof Königstein die erste Aktivität. Weiter ging es mit dem Zug nach Krippen, dieses mal Elbaufwärts, und danach mit der Fähre wieder auf die andere Elbseite nach Postelwitz, dem eigentlichen Tourbeginn unserer zweiten Wandertour. Nach ersten vertrauensbildenden Maßnahmen ging es mit Hilfe eines „freistehenden“ 50m hohen Personenaufzuges die ersten Höhenmeter aufwärts Richtung Neu-Schandau um von dort über den Lattengrund den Einstieg in das Felsengebiet „Schrammsteine“ zu bewerkstelligen. Die Aussicht in die umliegende Felsenlandschaft war trotz des immer noch leichten Regens recht gut möglich. Ein Blick hinunter auf die Elbe machte recht schnell deutlich, wie steil es doch an den Felsen zur Elbe nach unten ging. Entlang des Schrammsteingratweges, ein überaus anspruchsvoller Wanderweg mit vielen recht steil angelegten Eisentreppen, erreichten wir den Zurückesteig mit dem geplanten Zielabstecher„Idagrotten“. Diesen Abstecher mussten wir leider in Anbetracht der Witterung und der fortgeschrittenen Zeit vom Programm nehmen. Entschädigt wurden wir jedoch durch die Schluchtwanderung, vorbei an dem Carola-Felsen durch “Die Wilde Hölle“, eine Schlucht mit Canoningcharakter, durch die Affensteinenfelsen zum Blossstock. Die weitere Strecke über den Dietrichsgrund war für uns dann nur noch ein Spaziergang. Im Tal angekommen, folgten wir wieder ein Stück dem Malerweg bis Lichtenhain mit seinem „berühmten“ Lichtenhainer Wasserfall. Bei einer kurzen Rast und Vereinnahmung einer kleinen Stärkung harrten wir dem alle halbe Stunde stattfindenden Spektakel des Wasserfalls, der bis zum öffnen einer Schleuse mehr einem Rinnsal gleicht.
Vom Lichtenhainer Wasserfall zurück nach Bad Schandau ging es mit der Kirnitzschtalbahn, einer historischen Straßenbahn aus ehemaliger DDR-Zeit erhalten, der Kirnitz entlang zurück nach Bad Schandau.
Nach vergeblichen Versuchen eine Verbindung nach Königstein zu bekommen, der Regen hatte noch immer nicht so richtig aufgehört, folgten die üblichen Fähren- und Bahnfahrten zurück nach Halbestadt und der Aufstieg zum Hotel. Nach einem kurzen Refreshing, die Dusche hätten wir uns fast sparen können, trafen wir uns dann wieder alle im Hotelrestaurant bei einem erstklassigen Schweinshaxen samt Zubehör zum abendlichen Ausklang des Tages.

 

Heute, am letzten Tag, war wieder Kofferpacken angesagt um die Rückreise vorzubereiten.2010-Elbsandsteingebirge4 Ein Frühstücksbüfett musste noch als Abschluss genossen werden und so konnten wir den Tag gut gestärkt beginnen. Aber vor der eigentlichen Rückfahrt in die Heimat stand noch der Besuch der Festung Königstein auf unserem Programm. Die Festung selbst ist auf einem Tafelberg in schwindelerregender Höhe vermutlich schon vor 1233 erbaut. Das Areal der Festung war ebenfalls, nach einem kurzen Anstieg vom Parkhaus, bequem über einen an der Außenseite neu erbauten Aufzug zu erreichen. Einen Rundgang und die Besichtigung einzelner in der Festung integrierter Museen und Ausstellungen verkürzte uns die Zeit bis zur gemeinsamen Rückfahrt.
Alles in Allem war es wieder ein gelungener und gut organisierter Ausflug. An dieser Stelle noch ein Dankeschön an die Organisatoren und den Tourguide.

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